Liebe Gemeinde,

nun liegt der Hochsommer vor uns und damit verbunden hoffentlich die Möglichkeit, einmal auszuatmen, schöne Erlebnisse zu sammeln, viel Zeit in der Natur zu verbringen, vielleicht an einen unbekannten oder liebgewonnenen Ort zu reisen. Selbst wenn das alles nicht möglich ist, so können wir doch in einer klaren Sommernacht den Blick zum Himmel wenden: einmal wieder die Erfahrung machen, wie das Firmament sich mit seinen unendlich vielen Sternen wie eine Kuppel über uns wölbt, wie sich die einzelnen Lichter zu Sternbildern fügen und wie sich diese weisheitsvolle Ordnung und diese unermessliche Größe in die eigene Seele hinein ausbreiten.

Suchen wir auf der Erde etwas diesen Sternen Entsprechendes, so sind es vielleicht am ehesten unsere klaren Gedanken, unsere Ziele und Ideale. Was zeigt sich heute wohl für ein Anblick wenn wir so, geistig, auf diese „Gedankensterne“ hinschauen? Wie erscheint so unsere Erde als künftiger Stern – leuchtet es da? Oder ist es streckenweise finster? Gibt es besondere Konstellationen? Es ist auf alle Fälle nicht bedeutungslos, was und vor allem wie wir denken, was für Ziele wir uns setzen. Und es liegt an uns, ob es mannigfach leuchtet oder sich die Verhältnisse verfinstern. Gemeinsam mit Daniel Hafner werden wir uns nach der Sommerpause dafür Zeit nehmen und um ein menschengemäßes Denken ringen – in Vortrag und gemeinsamen Übungen. Eurythmie und Sprache helfen uns dabei.

Begriffe wie Religion, Kirche, Spiritualität sind heute in aller Munde. Was genau verbinden wir damit? Wie denke ich darüber? Denn unsere Gedanken darüber sind ein großer Teil der Wirklichkeit. Die uns Vorangegangenen haben eine andere Perspektive auf die Erde. Sie sehen unsere Gedanken –  leuchtend wie die Sterne, oder auch nicht. Die Verstorbenen zehren von unseren echten Ideen und Gedanken. Auch aus diesem Grunde werden wir dieses Thema vertiefen und dabei in Bezug auf das Sterben und den Tod unseren Blick in andere Kulturen weiten.

Im November stellen wir zwei Persönlichkeiten, Ernst Barlach und Simone Weil, in den Vordergrund, die am Himmel des 20. Jahrhunderts durch ihr Leben und Werk geleuchtet haben und dies bis heute tun.

Erfreulicherweise kommt die Mysteriengruppe Ruhrgebiet mit Frank Erhard-Boudhiba wieder mit einer gespielten Lesung zu uns. Die Mysteriendramen Rudolf Steiners versuchen künstlerisch, die karmischen Zusammenhänge von einzelnen Menschen und Menschengruppen darzustellen. In großen Urbildern werden dem Zuschauer sehr konkret die karmischen Hintergründe lebendig vor die Seele gestellt.

Die Zukunftswerkstatt trifft sich nunmehr regelmäßig in größeren Abständen, um „Gemeinde“ einmal von der Zukunft her zu denken und zu befragen: die Sterne, die Ideale einer Gemeinde in den Blick zu heben. Jeder ist eingeladen! Die verschiedenen Impulse, die aus dieser Arbeit hervorgehen, versuchen wir in kleineren Gruppen zu realisieren. Als ein solches Ideal erschien dabei vielen, in Zukunft so miteinander ins Gespräch zu kommen, dass wirkliche Begegnung stattfinden kann. Wie können sich im Gespräch die Seelen geistig berühren? Daran arbeitet nun eine kleine Gruppe. Die ganze Gemeinde möchten wir herzlich einladen am Sonntag (28.10.) nach einem gemeinsamen Buffet (jeder bringe bitte etwas mit) mit Susanne Momsen zum Thema Kommunikation seminaristisch zu arbeiten. Frau Momsen ist ausgebildete Mediatorin, Trainerin für Kommunikation und hat sich vor allem mit gewaltfreier Kommunikation nach Marshall Rosenberg beschäftigt.

Nach den Sommerferien gibt es die Gelegenheit, einen gemütlichen, kulinarischen Abend im Garten zu verbringen um dabei „SommerErlebnisFrüchte“ zu sammeln und auszutauschen. Bitte sommerliche Leckereien, erzählenswerte Erlebnisse oder neugierige Ohren mitbringen.

Nach den Sommerferien am 2.9. laden wir alle Schulkinder sehr herzlich ein, die Sonntagshandlung gemeinsam zu erleben, gewissermaßen als freudiger Auftakt für das kommende Schuljahr. Ab diesem Sonntag wird die Sonntagshandlung und auch am Familiensonntag die Morgenandacht (für die kleinen Kinder) IMMER um 11.20 h stattfinden. So haben wir besser die Möglichkeit, nach der Handlung Feste zu feiern und uns als Gemeinde zu begegnen.

Am Samstag, den 2.11. um 16.00 wollen wir alle neuen Erstklässler und Neu–Entschlossenen sehr herzlich in die Gemeinde einladen. Gemeinsam werden wir uns auf den ersten Besuch der Sonntagshandlung am folgenden Sonntag einstimmen und vorbereiten. Außer den Kindern sind alle Eltern, Großeltern, Paten herzlich willkommen, diesen neuen Schritt zu begleiten.

Den Familiensonntag wollen wir gerne in Zukunft umtaufen in „Gemeinde- und Familiensonntag“. Wir werden um 10.00h mit der Kinderbetreuung beginnen, danach die Sonntagshandlung und die Morgenandacht feiern, im Anschluss ein Puppenspiel erleben und gemeinsam singen und speisen. Alle sind gebeten, an diesen Tagen etwas Leckeres für das gemeinsame Mittagsbuffet beizutragen.

Die Eltern-Kind-Gruppe trifft sich weiterhin mit Ehepaar Hornemann und Frau Gronemann am Freitagvormittag (9.30 – 11.00). Wir beginnen in einem Kreis mit Liedern, Fingerspielen und Reigen passend zum Jahreslauf, frühstücken gemeinsam und tauschen uns über Freuden und Leiden im Familienleben, Partnerschaft, Erziehung, Religion etc. aus. Alle Eltern mit kleinen Kindern sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen!

Nach einer gelungenen internationalen Jugendtagung in Köln wird die nächste 2019 in Witten stattfinden. Jugendliche sind zum ersten gemeinsamen Vorbereitungstreffen (31.8., 18.00 – 1.9., 17.00 in der Gemeinde Bochum) eingeladen.

Wir hätten große Freude, mit der Gemeinde auf Reisen zu gehen. Wer grundsätzlich daran Interesse und Ideen hat, ist gebeten, am 20.9. zu einem ersten gemeinsamen Treffen zu kommen.

Seit vielen Jahren nun hat sich durch die Sommerinitiative Kulturfreizeit für Flüchtlingskinder eine starke Verbindung zu Kindern aufgebaut. Ein Ort der Begegnung wird wieder das Michaelifest im Steinbruch in Hohensyburg sein. Wer Freude hätte, dieses große Fest für Familien, Gemeinde und Kinder mitvorzubereiten, ist eingeladen, in die Gemeinde zum ersten Vorbereitungstreffen (7.9., 19.30) zu kommen.

Jeden Mittwochvormittag wird mit Freude und viel Elan unser Haus von einigen Menschen gepflegt und geputzt. Dafür suchen wir Mitstreiter. Es kann auch zu einer individuellen Zeit geputzt werden. Um große Feste zu feiern, bedarf es kleinerer „Vor-Feste“, bei denen alles so gut und schön und freudig vorbereitet wird, dass anschließend einfach gefeiert werden kann. Ein solches „Haus- und Gartenfest“ werden wir am Samstag, den 8.9. zusammen begehen. Bitte Lieblingskuchen, Putzeimer und geeignete Festtagskleider sowie Putzzeug mitbringen. Kinder können gerne dazu kommen und werden aufs Beste betreut.

Durch die Unterstützung von Frau Mogi in der Gemeinde ist es möglich, unsere Filialgemeinde Soest wieder regelmäßig von Dortmund aus zu betreuen. Frau von Hugo hat dankenswerterweise bisher von Paderborn aus die Gemeinde betreut. Am 7.10. wird ihre Verabschiedung und Frau Hornemanns Einführung sein. Voraussichtlich wird in Soest alle sechs Wochen sonntags zelebriert, zwischenzeitlich an Samstagen im Sechswochen-Rhythmus.

Die Jahresversammlung ist eine einmalige Gelegenheit, sich als ganze Gemeinde zu begegnen. Neben dem Blick auf die finanzielle Situation ist es auch eine Möglichkeit, unser Gemeindeleben zu gestalten und zu verantworten. Eine gesonderte herzliche Einladung wird sie noch per Post erreichen.

Ein warmer, herzlicher Dank sei all jenen Menschen ausgesprochen, die den Brief von Herrn Rolka über die finanzielle Situation der Pfarrergehälter unserer Region Westdeutschland ernstgenommen haben und durch Erhöhung regelmäßiger Spenden, Sonderspenden, gute Ideen oder Anteilnahme ihre Mitbetroffenheit zum Ausdruck gebracht haben. Ein großer Gewinn ist es insbesondere, wenn sich Menschen zu einem regelmäßigen Beitrag entschließen – wie klein oder groß auch immer –, die bisher die Möglichkeit noch nicht genutzt haben.

Jederzeit stehen wir Ihnen mit Gesprächsmöglichkeiten zur Verfügung. Sprechen Sie uns gerne an!

Nun wünschen wir von Herzen eine erfüllte Sommerzeit und senden unsere guten Gedanken zu Ihnen hin, insbesondere auch zu den Kranken

Ihre Pfarrer
Arianne und Laurens Hornemann und Kaori Mogi